Wir möchten einen Rückblick auf die vergangenen Projekte am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium geben, die im Zusammenhang mit dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ standen.

Am 29.06.2026 sowie am 21.08.2026 fanden jeweils Filmvorführungen mit anschließendem Austausch statt.

Im Rahmen der ersten Veranstaltung wurde in den 5. Klassen der Film „Meine Wunderkammern“ gezeigt. Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, gemeinsam mit der Regisseurin Frau Kim über den Film ins Gespräch zu kommen. Der Film nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf die Reise von vier Kindern in ihre ganz persönlichen Wunderkammer–Orte, an denen es kein Mobbing, keinen Rassismus und kein Geld gibt. An einem weiterführenden Projekttag wurde die Thematik mit VR-Brillen noch einmal aufgegriffen. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler kreativ werden und ihre eigene Wunderkammer gestalten.

Am 21.08.2026 wurde der Film „Im Osten was Neues“ gezeigt. Er beschäftigt sich mit dem Aufwachsen und Leben junger Menschen in Ostdeutschland sowie mit Themen wie Identität, Herkunft und gesellschaftlichen Vorurteilen. Dabei werden persönliche Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven sichtbar, die zum Nachdenken und Austausch über Rassismus und Diskriminierung anregen. Im anschließenden Filmgespräch standen Hauptdarsteller Thomas Eichstädt, die Regisseurin sowie Thúy Nguyen vom W.I.R. – Werdauer Initiative gegen Rassismus e. V. für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Besonders die persönlichen und authentischen Einblicke in eigene Erfahrungen bewegten und faszinierten die Schülerinnen und Schüler.

Passend zum Film und seinem thematischen Schwerpunkt fand im Anschluss außerdem ein Fußballturnier statt. Auch hier stand das gemeinsame Miteinander, Fairness und Respekt im Vordergrund.

Eine Schülerstimme aus der Klasse 8 fasste den Tag so zusammen:

Der Film porträtiert Gegensätze im Alltag (Flucht vs. Fremdenfeindlichkeit) mal humorvoll-leicht, mal ernst und ungeschönt. Er betont Mitmenschlichkeit und zweite Chancen. Als kleines, besonderes Highlight nach dem Anschauen des Filmes war, dass die Regisseurin Loraine Blumenthal und der Hauptprotagonist Thomas Eichstädt aus Berlin angereist sind, um Fragen von den Achtklässlern live zu beantworten. Im Filmgespräch erklärte Blumenthal, sie habe vor allem „gebrochene Biografien“ und die Hoffnung der Jugendlichen in den Blick nehmen wollen. Sie berichtete von Momenten der Unsicherheit beim Dreh und intensiven Gesprächen mit den Protagonisten. Außerdem haben die Achtklässler sich nach dem langen Sitzen, Anschauen und Zuhören trotzdem energiegeladen und sportlich gezeigt, denn nach der sogenannten Gesprächsrunde ging es für sie weiter mit einem kleinem Fußballturnier, welches zur Hälfte in der Sporthalle und zur anderen Hälfte auf dem Sportplatz des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums stattfand. Sowohl der Hauptprotagonist als auch die Regisseurin haben sich mit auf die Teams aufgeteilt und spielten ein ehrgeiziges, doch trotz dessen faires Spiel. Am Ende des Tages spielten sowohl das beste Team aus der Sporthalle als auch das beste Team des Sportplatzes auf dem Sportplatz gegeneinander. Die Schüler der Klassenstufe 8, welche wir befragten, sagten uns, dass sie den Projekttag als erfolgreich und sehr lehrreich empfanden, da sie uns erzählten, wie inspirierend sie es finden, dass der Hauptprotagonist sich nicht nur gegen die rechte Szene entschied, sondern er sich auch gegen die Erwartungen der anderen für die Geflüchteten einsetzt.

 

Christian Reichmann, Schulsozialarbeit

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