Frühjahrskonzert
- Geschrieben von: Bender, W.
Klangvoller Frühling in der Stadthalle Pleißental
Das Alexander von Humboldt Gymnasium Werdau begeistert mit Chor, Solisten und Rockband bei seinem Frühlingskonzert am 03. März 2026
Als sich am Dienstag, dem 03. März 2026, die Türen der Stadthalle Pleißental in Werdau öffneten, war sofort spürbar: Dieser Abend würde mehr sein als ein gewöhnliches Schulkonzert. Eine Stunde Musik stand auf dem Programm und doch sollte sie reichen, um das Publikum mitzunehmen auf eine Reise durch Klangfarben, Generationen und Emotionen. Den Auftakt gestaltete der Schulchor mit zwei Liedern, die den Raum von der ersten Minute an mit Wärme erfüllten. Noch bevor ein offizielles Wort gesprochen war, hatten die Stimmen bereits eine Atmosphäre geschaffen, die Nähe und Gemeinschaft atmete. Präzise, ausdrucksstark und mit sichtbarer Freude am gemeinsamen Singen setzten sie den ersten Glanzpunkt des Abends. Erst danach betraten Hannah Gaidies und Julian M. Köhler die Bühne. Mit Charme, Witz und spürbarer Souveränität begrüßten sie das Publikum. Ihre Moderation war lebendig und herzlich, zugleich strukturiert und verbindend. Sie verstanden es, Übergänge nicht nur anzukündigen, sondern ihnen Bedeutung zu verleihen. Es folgten die instrumentalen Beiträge, Solistinnen, Solisten und Duette, die eindrucksvoll zeigten, welche musikalische Vielfalt am Alexander von Humboldt Gymnasium zuhause ist. Am Klavier entstanden zarte, perlende Klangbilder, eine Flöte ließ helle Melodielinien durch den Saal schweben, und das Alt Saxophon erfüllte den Raum mit seinem warmen, samtigen Ton. Jeder einzelne Auftritt war ein Moment der Konzentration und des Mutes, getragen von Hingabe und spürbarer Leidenschaft. Mitten in diese feinsinnigen Augenblicke brach die geballte Energie der Schulband „Mad Potatoes“ herein. Mit „Best of You“ von den Foo Fighters wurde es kraftvoll und elektrisierend. Gitarrenriffs schnitten durch den Raum, das Schlagzeug trieb unaufhaltsam voran. Spätestens bei „Paranoid“ von Black Sabbath war der Saal von rhythmischer Energie durchzogen. Im weiteren Verlauf übernahm der Chor „Happy Voices“ die Bühne. Die Schülerinnen und Schüler der fünften bis siebten Klassen begeisterten mit „Forever Young“ von Alphaville. Mit „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“, komponiert von Uwe Fahrenkrog-Petersen, brachten sie Schwung und Leichtigkeit auf die Bühne. Noch einmal kehrten die „Mad Potatoes“ zurück, bevor sich zum großen Finale alle musikalischen Kräfte vereinten. Schulchor, „Happy Voices“ und die Schulband standen schließlich gemeinsam auf der Bühne und stimmten „Wind of Change“ von Klaus Meine an. In diesem Moment verschmolzen Stimmen und Instrumente zu einem beeindruckenden Klangkörper. Als die letzten Töne verklangen, erhob sich langanhaltender Applaus. Diese eine Stunde war wie ein musikalischer Frühling: lebendig, vielstimmig und voller Hoffnung, ein Abend, der in Erinnerung bleiben wird.
L-M. Engert, Stadtverwaltung Werdau







