Alexander-von-Humboldt Gymnasium Werdau
Profile: künstlerisch und naturwissenschaftlich

Geschichte

Einer von 17 Millionen

Leben in einer Diktatur

Am 26. Januar 2017 besuchte uns erneut der Zeitzeuge Dietmar Rummel. Im Rahmen des Geschichtsunterrichts berichtete er über seine Kindheit und Jugend als Waise in der DDR. Trotz gewaltiger Überziehung der Vortragszeit lauschten alle Schüler der 10. Klassen von der ersten Minute an wie gebannt seinen Worten. Nur mit ruhiger Stimme und ohne jegliche Technik versetzte er ca. 70 Schüler in eine wissbegierige Stimmung. „Er erzählte von einer Kindheit, die er nicht erleben durfte, Freunden, die er nicht hatte und Pflegeeltern, die ihm die Freude am Leben nahmen“ , so Noel . In zahlreichen staatlichen Einrichtungen der DDR erfuhr er Hass, Gewalt und Drill. Doch auch nach der Erlangung seiner Volljährigkeit erlebte er, wie man mit Andersdenkenden in einer Diktatur umgeht. Im Nachhinein schätzten die Schüler seinen Vortrag sehr, denn von solchen Erlebnissen hatten sie noch nie etwas gehört.  Verwandte und Freunde hatten bislang fast ausschließlich Positives über die DDR-Zeit berichtet. Und nun erfuhr man, was vielen DDR-Bürgern gar nicht bekannt war, von der grausamen Behandlung Einzelner durch das SED-Regime. Obwohl Herr Rummel ging, ohne belehrend zu agieren, lernten die Schüler in diesem Vortrag die Freiheit und den liebevollen Umgang durch eine Familie zu schätzen. Außerdem schaffte er es, ein völlig neues Bild über die DDR-Zeit zu vermitteln und damit die Schüler für die Geschichte zu interessieren und auch weiterhin an neuem Wissen über diese, unsere Geschichte, zu begeistern.

E. Schönfelder

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 11. Februar 2017 19:20

Umgang mit Andersdenkenden in der DDR

"Lange Haare - kurzer Verstand" - der Umgang mit Andersdenkenden in der DDR

Am 12.01.2015 besuchte Herr Dietmar Rummel in Ausübung seiner Tätigkeit als Zeitzeuge den Geschichtsunterricht an unserem Gymnasium und referierte zum Thema "Opposition in der DDR". Auf sehr emotionale Weise vermittelte er den Zehntklässlern einen Einblick in seine eigene Kinder- und Jugendzeit.

Im Alter von 4 Jahren sei er, bedingt durch politisch begründete familiäre Ereignisse, in ein Kinderheim eingewiesen und zur Adoption freigegeben worden. Dort fristete er eine Kindheit ohne Liebe und Zuneigung, dafür erwartete bereits die Jüngsten ein reichlicher Katalog von Strafmaßnahmen wie beispielsweise der Entzug von Essen, Misshandlungen oder Arrest im sogenannten "Schafstall", so Rummel. Die sich im Alter von 14 Jahren anschließende "Einweisung" in einen Jugendwerkhof, die ohne jegliches rechtskräftiges Urteil vollzogen wurde, habe den Jugendlichen erfahren lassen, was es bedeutet, vollkommener Willkür und menschlicher Grausamkeit wehr- und perspektivlos ausgesetzt zu sein. "Hier bist du richtig. Wir erziehen dich zu einem ordentlichen Menschen." - diese Maxime der Einrichtung bedeutete für Rummel jahrelanges Martyrium, welches weit über die Zeit im Jugendwerkhof nachwirkte.  

Gespannt und teilweise sichtlich betroffen verfolgten unsere Schüler den Vortrag. Auf die Frage, was er denn jungen Menschen in der heutigen Zeit aus seinen Erfahrungen mit auf den Weg geben würde, antwortete Rummel: "Bewahrt euch eure Freiheit und lernt es zu schätzen, in einer Demokratie leben zu dürfen." Darüber sollten wir angesichts jüngster aktuellpolitischer Ereignisse nachdenken ...

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 14. Januar 2015 22:34

Geo-Ge-Cross

Geo-Ge-Cross 2013/14


„Bei Regen,Sturm und Sonnenschein fahren wir die Ernte ein...“,so lautete eine Propagandalosung
der DDR-Landwirtschaft.Vor allem bei Regen brachten am Donnerstag,dem 11.10.2013 die Teil-
nehmer am diesjährigen Geo – Ge – Cross ihre Punkte ein – und sich selbst ins Ziel.
Vom Werdauer Gymnasium über Langenhessen bis zum Anfang von Neukirchen führte der dies-
jährige Kurs.Neben der nicht gerade angenehmen Witterung mussten die 28 angetretenen Teams
Wissensfragen aus den unterschiedlichsten Bereichen,zum Beispiel zur Rundfunk- und Fernsehge-
schichte,zum Hofe Ludwigs XIV.oder zum alten China überstehen.Daneben ging es um die Kul-
turgeschichte des Kaugummis,das Bestimmen von heimischen Kräutern oder von Luftbildern aus
Sachsen.
Damit all das nicht allzu einfach war,befanden sich die im Gelände zu suchenden 11 Stationen teil-
weise an Orten,die der gemeine Werdauer,sprich Langhessener,so nicht unbedingt kennt.Beispiels-
weise durften die Teilnehmer die Brücke am Grünanger einmal von unten kennenlernen oder mit-
tels einer Zinkbadewanne auf einem Teich zu einer kleinen Insel „übersetzen“.Daneben gab es ver-
schiedentliche Irritationen,um die Teilnehmer vom „rechten Weg“ abzubringen.Durch diverse Zu-
satzaufgaben zur Werdauer Geschichte,das Gewinnen eines möglichst älteren Werdauers zur Mit-
wirkung oder das Schreiben einer etwas makabren Kurzgeschichte konnte das eigene Punktekonto
aufgestockt werden.
Am erfolgreichsten brachten die Schüler Björn Koßmann,Alexander Klötzer,Lukas Kupfer und Se-
bastian Michel aus der Klassenstufe 11 ihre „Ernte“ ein und konnten die diesjährige Siegertorte
in Empfang nehmen.
Für die erfolgreiche Durchführung sei auch in diesem Jahr den Schülern der Klassenstufe 12 ge-
dankt.Dies gilt insbesondere für Erik Looke,der auch krankheitsbedingten Ausfall durch Engage-
ment und eigene Ideen auszugleichen half.

Bilder zum Cross findet ihr auf der Seite der Fachschaft Geographie.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 14. Oktober 2013 14:18

Go to top