Alexander-von-Humboldt Gymnasium Werdau
Profile: künstlerisch und naturwissenschaftlich

Ethik und Religion

Projekt zum Thema „Asylbewerber in Werdau“

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Informationsveranstaltung am Gymnasium „Alexander von Humboldt“ Werdau

 

Unser Gymnasium trägt den Titel „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“. Doch was genau heißt das für uns? Wie können wir das in die Realität umsetzen, damit es eben nicht nur eine bedeutungslose Floskel bleibt?

So fand am Freitag, dem 24. April, im Rahmen des Ethik- und Religionsunterrichts der 9. und 10. Klassen eine Infoveranstaltung zum Thema „Asylbewerber in Werdau“ statt. Zu Gast an unserer Schule waren Marianne Hertel (ökumenischer Arbeitskreis), Birgit Riedel (Ausländerbeauftragte im Landratsamt), Elke Herrmann (Verantwortliche für Migration, Runder Tisch Crimmitschau), Johannes Neudeck (Friedensbeauftragter der ev. Landeskirche, Dresden), Karsten Brückner (Leiter des Asylbewerberheimes in Werdau) und Hanifur Rahman Raju( Asylbewerber aus Myanmar).

Die Gäste gaben einige grundlegende Informationen zum Thema, beantworteten geduldig alle gestellten Fragen und berichteten von eigenen Erfahrungen und Erlebnissen.

Schon im Vorfeld hatten sich die Schüler der neunten Klassen einige Fragen überlegt, die ihnen zum Thema wichtig waren. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es auch schon richtig los.

Zuerst wurde geklärt, woher die Asylbewerber eigentlich kommen und welche Gründe sie dazu veranlasst haben, ihr Land zu verlassen. Die meisten Menschen stammen aus Ländern wie Syrien, Libyen, dem Libanon oder Russland. In Werdau allein findet man schon 24 verschiedene Nationen vor. Gewalt, Krieg, Armut und Verfolgung sind die häufigsten Beweggründe der Menschen, die eigene Heimat zu verlassen.

Die nächste Frage war spannend: Wie steht Deutschland im Vergleich zu anderen Teilen der Erde,  was das Thema Flüchtlingsaufnahme betrifft? Das Ergebnis war überraschend, denn schaut man sich die Statistik an, dann sieht man, dass Deutschland eigentlich relativ im Mittelfeld liegt. An erster Stelle liegt Schweden mit ca. 8,4 Asylanträgen pro tausend Einwohner. Danach folgen Ungarn und Österreich. Deutschland belegt mit  rund 2,5 Asylbewerbern pro tausend Einwohner lediglich Platz sechs.

Anschließend ging es um die Versorgung und Unterbringung der Asylanten hier in Werdau, wobei uns Herr Brückner weiterhelfen konnte. Er erklärte, dass es sich bei den Wohnungen fast ausschließlich um Gemeinschaftsunterkünfte und WGs handelt. Außerdem gibt es in jedem Haus Sozialarbeiter, die sich um die Menschen kümmern, ihnen bei Bedarf helfen und untereinander vermitteln. Die Asylbewerber versorgen sich weitestgehend selbst.

Ein Problem wäre, so sagte er, dass zwangsweise viele Menschen unterschiedlicher Mentalitäten auf engem Raum zusammen leben müssen. Außerdem ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Asylbeantragende nicht arbeiten, geschweige denn ehrenamtlich helfen dürfen.

Manche müssen jahrelang auf eine Antwort ihres Antrages warten und leben somit auch immer in der Angst, doch wieder „abgeschoben“ zu werden.

Auf Anfrage der Schüler erklärte Herr Brückner uns außerdem, dass es dringend an Sozialpädagogen fehle, die die Asylbewerber in ihrer schwierigen Situation unterstützen.

Zwischendurch wurde der Vortrag durch ein kleines Quiz von Herrn Neudeck, natürlich passend zum Thema, aufgelockert. Außerdem wurde von ihm das Lied einer kroatischen Band eingespielt, das sehr gut wiedergibt, worum es in der ganzen Flüchtlingsproblematik eigentlich geht. Nämlich Menschlichkeit, Vertrauen, Hoffnung, aber auch Leid und Schmerz.

Das Lied trägt den Namen „Decade of our Births” und stammt von der kroatischen Band „Octoberlight“, die derzeit durch Deutschland tourt.

Beim oben genannten Quiz wurde das Wissen der Schüler in Bezug auf Krieg und Krisengebiete in den Mittelpunkt gestellt. Dabei führten nicht zuletzt auch Urlaubsreisen zu diesen Eindrücken und Erfahrungen.

Anschließend erzählten die eingeladenen Experten von ihren ganz persönlichen Erlebnissen. Gegen Ende machten unsere Gäste noch einmal deutlich, wie wichtig es sei, dass Menschen sich für die Belange der Asylbewerber einsetzen und sie bei Problemen unterstützen. Auch eine Elfklässlerin unseres Gymnasiums berichtete über ganz persönliche Initiativen. Johanna Lell( Klasse 11) ist der Beweis dafür, dass jeder mithelfen kann, wenn er nur will. Sie und drei ihrer Mitschülerinnen bieten jede Woche im DRK-Heim freiwillig eine Hausaufgabenbetreuung für Kinder von Asylbewerbern an.

Beeindruckt von dieser Aktivität meldete sich Jennifer Hofmann, Klasse 10/3, und rief dazu auf, sich an weiteren Hilfsaktionen für die Asylbewerber zu beteiligen.

Ich denke, das ist die Antwort auf die Frage, die ich zu Beginn gestellt habe. Es reicht eben nicht, wenn wir nur den Namen „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ tragen. Wir müssen wirklich etwas dafür tun. Seien es nun die Hausaufgabenbetreuung oder einfach ein paar freundlich gemeinte Worte auf der Straße.

 

Anni Bauch, Klasse 9/3

 

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Zuletzt aktualisiert am Montag, 27. April 2015 14:22

Exkursion in die Werkstatt "Lebensbrücke"

Exkursion in die Werkstatt "Lebensbrücke"

Am Freitag, dem 09.01.2015 besuchten die Religionsschüler der 9. Klasse zum Thema Diakonie die Werkstatt für behinderte Menschen " Lebensbrücke" in Werdau/Langenhessen.

Zuerst machten wir einen Rundgang durch das Gebäude und bekamen einen Einblick in die Arbeit der Beschäftigten. Frau Sperling und Frau Helke teilten uns einige Informationen zur Arbeit in der Werkstatt mit und erzählten uns von den Aufgabenfeld der sozialen Arbeit in der Behindertenhilfe.

Der Besuch in der Lebensbrücke war für uns sehr interessant und informativ, um einen Einblick in die Arbeit der Menschen mit Behinderungen zu bekommen.

Falls Interesse bei einigen Schülern entstanden ist, hat man die Möglichkeit bei dem Projekt "Sterntaler" mitzumachen. Weiter besteht die Möglichkeit ein Schülerpraktikum  oder ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren.

Theresa Grieshammer, Klasse 9

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 21. Januar 2015 10:27

Jugendgottesdienst

Ein Gottesdienst der besonderen Art

Am Freitag dem 17. Oktober 2014 fand ein seltenes Ereignis statt. In der Werdauer Marienkirche wurde anlässlich des 250-jährigen Jubiläums ein Schulgottesdienst abgehalten. Die Organisation desselben übernahmen Religionsschüler der Diesterwegschule und des Gymnasiums Alexander- von- Humboldt. „Ellenbogen raus – Ich bin erster!“. Das war das Motto, unter dem der gesamte Gottesdienst stand. Ein Anspiel griff dieses Thema auf und so auch die Predigt. Für musikalische Unterstützung sorgte eine Band, die sich eigens für diesen Anlass zusammen fand.
Am Ende wurden die Besucher des Gottesdienstes – Lehrer und Schüler der beiden Schulen – aufgefordert, einen kleinen Obolus zu spenden. Das Geld ist für die Partnerschule des Gymnasiums an der Elfenbeinküste bestimmt, um deren Ausbau zu finanzieren. Freuen können wir uns über einen Betrag von 131,43€.
Es war fantastisch, Schüler der verschiedenen Altersgruppen zusammen führen zu können und ihnen die Möglichkeit zu geben zu erfahren, wie ein Gottesdienst aussehen kann.

Elisabeth Thiemann

Zuletzt aktualisiert am Montag, 01. Dezember 2014 19:55

Krippenspiel 2012

Weihnachten 2012 realisierten die ReligionsschülerInnen der 9. Klasse ein Krippenspiel gemeinsam mit SchülerInnen der Sonnenbergschule Werdau. Die Proben haben den SchülerInnen viel Spaß gemacht. Die Aufführung in der Marienkirche Werdau war ein voller Erfolg und wir freuen uns auf zukünftige Projekte mit der Sonnenbergschule.

    

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 10. November 2013 14:30

Gewissen

Projekt Gewissen von Annika Liebel 9/2

                                                                                   

Zuletzt aktualisiert am Montag, 14. Oktober 2013 12:16

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