Alexander-von-Humboldt Gymnasium Werdau
Profile: künstlerisch und naturwissenschaftlich

Unser Humboldtgarten

Bewegte Schule: Wir wollten mehr… GRÜN!

Mit dem Schuljahr 2008/2009 begannen wir den Blockunterricht einzuführen. Das verlangte eine enorme Umstellung, vor allem von jüngeren Klassenstufen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration. Um mit hoher psychischer Belastung umzugehen, ist Bewegung und Erholung, auch in der Schule, von großer Bedeutung.

Deswegen begannen wir Schwerpunkte in folgenden Bereichen zu setzen:

1. Bewegtes Schulleben
2. Bewegter Unterricht
3. Bewegtes Sitzen

Plötzlich stellten wir fest, dass die Pausen auf unserem Schulhof kaum zur Bewegung und Erholung genutzt wurden! Unser Schulhof bot fast keine Möglichkeiten der Ruhe, Entspannung, für Aktivitäten und Rückzugsgebiete!
Das Thema stellte für unsere Schule eine Entwicklungsperspektive dar! Schüler unseres Gymnasiums sollten die Bedeutung von Bewegung und Wohlfühlen bewusster lernen und erleben!

Jede Veränderung braucht eine Idee!

Schüler, Eltern und Lehrer überlegten gemeinsam, wie unser Schulhof grüner werden kann. Alle waren sich einig: Ein attraktives und naturnahes Schulgelände bietet die beste Voraussetzung dafür, dass sich alle beim Lehren und Lernen wohl fühlen.
In den Klassen wurden Ideen gesammelt und eine eigens dafür gebaute „Ideenkiste“ füllte sich sehr schnell. Dazu nutzten die Klassenleiter gern mal eine Unterrichtsstunde und auch im Kunstunterricht wurde KREATIV gearbeitet.

Die Lösung: Unser Humboldtgarten

Doch wer sollte so eine verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen? Hier waren alle gefragt – Lehrer, Schüler und Eltern.
Initiatoren:
- die Kolleginnen Frau A. Falk und Frau E. Schönfelder übernahmen die Leitung des Projekts
- Herr Oehler, Elternsprecher der Klasse 5/1 und Landschaftsarchitekt, plante und zeichnete
- Herr Feustel, der Kunstlehrer, zeichnete Ideen der Kinder auf
- das künstlerisches Profil der Klasse 11 beteiligte sich mit einer bunten Skulptur
- Herr Dr. Düniß und die AG Informatik fotografierte und dokumentierte den IST-Zustand des Schulhofs
- Schülergruppe der Klassenstufe 10 gegründet, Beziehung zu Klassen und Eltern hergestellt, 
  Spendenaufrufe organisiert, Organisation von Schulveranstaltung, um Geld zu sammeln.

Die ersten Schritte waren getan. Doch keine Veränderung ist ohne Finanzen möglich, also ging es jetzt erst richtig los. Regelmäßig trafen sich alle Initiatoren, bis der Gestaltungsentwurf fertig war.

Nun konnte das Projekt gestartet werden:
1. Das Gesamtpaket wurde von Schülerinnen in einer Power Point Präsentation zu unserem
   Frühlingskonzert „Wir machen Musik“ am 07. April 2009 vorgestellt und ein erster
   Spendenaufruf gestartet.
2. Die Stadtverwaltung sicherte uns die Materialversorgung bzw. Materialbeschaffung, sowie
   die uneingeschränkte Hilfe der Hausmeister zu.
3. Der Toom-Baumarkt spendete Büsche – und somit erfolgte der erste Spatenstich schon am
30.09.2009 mit großem Einsatz vieler Schüler.
4. Ein weiterer Pflanzabschnitt erfolgte in den Herbstferien mit gesponserten Pflanzen vom
   Garten- und Landschaftsbau Schuster aus Werdau.
5. Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 fertigten im fächerverbindenden Unterricht
   Schautafeln zu Thema: „Auf den Spuren von Alexander von Humboldt“ an.
6. Höhepunkt war der Weihnachtsmarkt auf unserem Schulhof. Schüler, Lehrer und Eltern
   hatten großen Anteil am Gelingen. Der Erlös kam dem Projekt im vollem Umfang zugute.
7. Eltern und Schüler der Klasse 5/1 pflanzten an einem Samstag Weidenhütten auf ihrem
   Pausenhof.
8. Die Stadt Werdau stellte zusätzlich eine neue Tischtennisplatte vor das Gebäude II auf, um
   den Klassen 5 und 6 mehr Möglichkeit der Pausenbetätigung zu bieten.
9. Im Werkunterricht fertigten die 5.Klassen Nistkästen an, die an den Bäumen auf dem
   Schulgelände befestigt wurden.
10. Eltern und Schüler der Klasse 8/1 schufen neben der Turnhalle ein
     „Grünes Klassenzimmer“ und umrandeten es mit einer Ligusterhecke. Ebenso übernahmen
     sie in Regie eines erfahrenen Zimmermanns den Bau von Holztischen und Holzbänken.
11. Die Firma Theis verschönerte das Areal um das „Grüne Klassenzimmer“ noch mit einer
     großen Astgabel.
12. Unsere Schulleiterin Frau Vehlow pflanzte eine von ihr bestellte Eibe auf unser Schulareal.
13. Ein Apfelbaum sollte unseren tristen Schulhof verschönern.
14. Findlinge sponserte uns die Straßenbaufirma STR aus Rodewisch und die Tiefbaufirma
     Klemm sorgte dafür, dass diese ihren Platz auf dem Schulhof fanden.
15. Das Redaktionsteam der Schülerzeitung „Tintenklecks“ übergab am Schuljahresanfang
     den Projektleitern die Summe von 250,00 Euro für das gemeinsame Schulprojekt „Unser
     Humboldtgarten“.

2012 und 2013 erhielt nun endlich unser Schulhof ein neues Gesicht. Die Beete am Schulhaus auf dem Pausehof wurden bepflanzt und bieten das ganze Jahr einen schönen Anblick. Die Seitenwände des Schulgebäudes erhielten ebenfalls durch die Firma Gutsche ein attraktives Aussehen. Bänke umranden die Bepflanzung und laden in den Pausen zum Relaxen ein. Seither teilten wir unser Schulareal in verschiedene Abschnitte ein und legten die Pflege in die Hände der einzelnen Klassen. Schließlich wollen wir alle das Geschaffene recht lange erhalten und genießen!


Weitere Aktionen sind geplant:

- Pflanzen von Büschen neben der Turnhalle, welche gleichzeitig als Sichtschutz dienen sollen

- Anbringen von Basketballkörben für die Fitness

Hier wären wir dringend auf Helfer angewiesen, die den Abbau und den Transport in unsere Schule sponsern würden.


Wie prägt unser Schulprojekt das Gesicht der Schule?

Mit unserem Projekt haben wir einen Anreiz geschaffen, etwas gemeinsam und nachhaltig zu nutzen. Viele Schüler, Eltern und Lehrer sind mit Enthusiasmus und Einsatzbereitschaft dabei, wenn es um positive Veränderungen zugunsten der Schule und ihres Umfeldes geht. Mit dem grünen Klassenzimmer wurde eine Möglichkeit geschaffen, Unterricht und Natur gemeinsam zu erleben und den tristen Schulalltag zu verändern. Dieses Projekt hat Schüler, Eltern und Lehrer noch enger zusammen gebracht und gemeinsames Handeln verstärkt. Die Umsetzung unseres Schulprojekts in Zusammenarbeit mit den Eltern, der Stadt Werdau und ortsansässigen Handwerksbetrieben zeigt uns als Gemeinschaft und die Öffnung nach außen. Von großer Bedeutung für unsere Schule ist die Möglichkeit ganzheitlicher Entwicklung, ganzheitlich orientiertes Lernen und eines die Ganzheit der Kinder und Jugendlichen berücksichtigendes Leben in der Schule.
Von Bedeutung ist es, zu sehen, wie man als Schule zusammenwächst und sich wohlfühlt. Die Schule ist der Ort, an dem man die meiste Zeit verbringt, wo man Freunde hat und trifft, wo man lernt sich auseinanderzusetzen, wo man Verantwortung zu übernehmen lernt und wo man sich selbst verwirklichen kann.

Das Projekt „Unser Humboldtgarten“ entstand in Initiative der Schulgemeinschaft und ist Ausdruck von überdurchschnittlichem Engagement, großer pädagogischer Leistung sowie der Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligter.
Unsere Einrichtung hat nicht nur Tradition, sondern auch die Zukunft dieser Schule trägt wesentliche Herausforderungen in sich. Um diese zu bewältigen brauchen wir Partner, die sich mit uns mühen, uns kritisieren, uns ständig fordern aber auch helfen und fördern. Dann macht das Leben und das Arbeiten mit unserem Motto „Erlernen zum Erlebnis machen“ täglich Freude und garantiert Erfolge, die sofort und im späteren Leben, der uns anvertrauten Menschen, spürbar werden.

Andrea Falk und Eva Schönfelder

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 19. November 2013 09:40

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